Geschichte




"Es ergeht Auftrag, dem Präses des katholischen Arbeitervereins dortselbst, Herrn Pfarrer Dorsch zu eröffnen, dass genanntem Verein die erbetene Anerkennung erteilt wird....". Mit diesem Schreiben aus dem Jahre 1899 des Königlichen Bezirksamtes Bamberg wird die Gründung der heutigen KAB dokumentiert. Am Gründungstag, den 17. Juni 1899, fand ein großes Fest mit Fahnenweihe statt.






In der Folgezeit wird in der Hallstadter Wachter-Chronik von vielen Aktivitäten berichtet, wie Lichtbildervorträge, Theateraufführungen und bereits 1929 verschiedene Bildungsangebote.

Im Jahr 1923 wurde das 25-jährige Vereinsjubiläum mit Fahnenweihe gefeiert. Diese Fahne ist bis heute im Besitz der KAB. Nach dem 2. Weltkrieg wurde am 19. März 1947 das Katholische Werkvolk wiedergegründet. Schon damals hatte man viele Aktivitäten, wie Theateraufführungen und Passionsspiele.



An der Ecke Grabenstraße/Josefstraße entstanden in Zusammenarbeit mit der späteren St. Josef-Stiftung bezahlbare Häuser für Familien. Dem damaligen Werkvolk war ein friedliches Miteinander der verschiedenen Nationalitäten sehr wichtig und so fanden schon 1967 gemeinsame Feiern mit Gastarbeitern statt. Verschiedenste Bildungsangebote, Erörtern von Fragen zur Arbeitswelt und Erziehungsproblemen oder Ausflugsfahrten standen immer wieder auf dem Programm.

Von 1990 bis 2011 fanden alljährlich Kleinkinder- und Kommunionkleiderbasare statt. Bei diesen Aktionen konnten zahlreiche Familien finanziell entlastet werden.

Auch heute ist die KAB Hallstadt ein aktiver Verein. Gut angenommen werden Bildungsangebote wie Kooperationsveranstaltungen mit der Hanns-Seidel-Stiftung, Vorträge zu religiösen oder sozial-politischen Themen oder Computerkurse für Einsteiger ab 50+. Am Hallstadter Weihnachtsmarkt ist die KAB seit Jahren mit einem Stand vertreten. Vor allem die seit Jahren stattfindende Gegenveranstaltung zum verkaufsoffenen Sonntag erfreut sich großer Beliebtheit. Fastenessen, Familiennachmittage oder Weinabende, zu denen stets die gesamte Bevölkerung eingeladen wird, runden das vielfältige Programm der KAB Hallstadt ab.

Im Juni 2012 erhielt die KAB Hallstadt von der Ketteler Stiftung den Stiftungspreis für herausragende KAB Arbeit in der Diözese Bamberg. Das abwechslungsreiche Jahresprogramm, die zahlreichen und unterschiedlichen Veranstaltungen für die gesamte Bevölkerung, das herausragende Mitwirken bei Aktionen des KAB Verbandes, wie die durchgeführte Unterschriftenaktion gegen Lebensmittelspekulation, und vor allem der seit Jahren kontinuierliche Einsatz zum Erhalt des freien Sonntages überzeugte den Stiftungsrat, den Preis nach Hallstadt zu vergeben.

Die KAB Hallstadt konnte während des Diözesanverbandsausschusses im Bildungshaus der KAB in Obertrubach nicht nur eine Bronzeskulptur des Kronacher Künstlers Heinrich Schreiber in Empfang nehmen, sondern auch einen Scheck über 1000,- Euro.